Titel: Der Duft von Erde und Zitronen
Autor: Margherita Oggero
Genre:  Gesellschaftsroman
Verlag: DVA
ISBN: 978-3-421-04553-9
Format:
Hardcover
Seitenanzahl: 320 Seiten
Preis:
19,99 €

 

 

 

 

Kurzbeschreibung:

Wie eine Gefangene lebt Imma in der Wohnung einer Tante im Norden Italiens, weit weg von ihrem Heimatdorf bei Neapel. Die Dreizehnjährige ist in großer Gefahr und muss sich verstecken.

Doch ihr Wunsch nach Freiheit wird immer größer, bis sie sich schließlich stundenweise hinausschleichen kann und den jungen Buchhändler Paolo kennenlernt.

Seine Bücher eröffnen ihr eine neue Welt und geben ihr den Mut, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.

 

Inhalt:

Der Roman erzählt abwechselnd zum einen die Geschichte von Imma und zum anderen die Geschichte ihrer Familie. Ich werde mich in meiner Beschreibung des Inhaltes nur auf Immas Teil konzentrieren, da ich nicht zu viel verraten möchte.

Für Imma war das Leben nie leicht, aber nun mit 13 Jahren scheint es fast ausweglos verloren zu sein. Schon als Kind verlor Imma ihre Mutter, als der Vater sich schon längst nicht mehr um die Familie sorgte. Ein schwere Schlag für die Familie von Immas Mutter und natürlich auch für das Kind selbst. Nur langsam kann sie denn Verlust überwinden aber vergessen kann sie ihn nie.

Nun hat es Imma wieder getroffen, sie muss sich verstecken bei einer für sie fremden Frau, in einer fremden Stand, Kilometer von Zuhause entfernt und darf das Haus unter keinen Umständen verlassen. Denn niemand darf erfahren wo sich Imma aufhält, denn davon hängt ihr eigenes und das Leben ihrer Familie ab.

Doch was soll Imma nur eingesperrt tun? Tante Rosaria lässt das junge Mädchen nicht einmal Fernsehschauen, ihr bleiben nur ihre Schulbücher und die Hausarbeit um sich zu beschäftigen, aber das reicht natürlich nicht aus. Da findet Imma eines Tages in den Schränken der Tante Ersatzschlüssel zur Wohnung und kann sich somit ein kleines Stück Freiheit zurück holen.

Imma plant alles ganz genau wann und wie lange sie die Wohnung verlässt, sie vermummt sich regelrecht damit sie keiner erkennen kann. Bei ihrem Spaziergang durch die fremde Stadt entdeckt Imma einen Stand an dem gebrauchte Bücher von dem jungen Paolo verkauft werden. Nach anfänglichem zögern kauft sie sich ein Buch das ihr die endlosen einsamen Stunden erträglich machen soll.

Und so ist es auch, Imma liest Geschichten von Menschen denen es gleich ergeht wie ihr selbst. Immer öfters schaut sie auf dem Markt vorbei um sich Bücher auszusuchen und kommt dabei auch mit Paolo ins Gespräch. Etwas das Imma unheimlich wichtig ist und ihr viel Kraft gibt. Bis sie entscheidet ihr Leben endlich wieder selbst in die Hand zu nehmen.

 

Meine Meinung:

Normalerweise gehört dieser Roman nicht zu meinem momentan bevorzugtem Genre, aber ich wollte ihm einfach eine Chance geben und dies bereue ich nun überhaupt nicht da ich es wirklich gerne gelesen habe.

Wie schon geschrieben hat dieser Roman sozusagen zwei Handlungsstränge zum einen die Geschichte von Immas momentaner Lebenssituation und zum anderen wird in Rückblenden die Geschichte ihrer Familie erzählt. Dies ist zwar zu beginn ein wenig verwirrend, da eine Menge Namen und Spitznamen auftauchen aber nach einigen Seiten kann man die Personen bereits zuordnen.

Auch wenn diese Erzählform für den einen oder anderen verwirrend sein kann, so ermöglicht es der Autorin einen umfassenden Gesamteindruck zu vermitteln, was somit abwechslungsreich ist und dem Roman die richtige Tiefe gibt. Denn Imma wächst in einer Region auf die in den Händen der Mafia ist und in der das Leben für viele Familien nicht leicht ist. Ein 14 jähriges Mädchen könnte dies nur schlecht vermitteln, da ist es überzeugender es in den Rückblenden einfließen zu lassen.

Insgesamt erzählt dieser Roman somit nicht nur die Freuden und Leiden einer Familie, sondern zeigt den Kampf einer einzelnen Person die versucht ihren Weg im Leben zu finden. Das ihr dabei Bücher über Personen helfen die in einer ähnlichen Situation stecken finde ich eine passende Idee, die perfekt zur Geschichte passt.

Dadurch ermutigt wird zum Ende des Buches deutlich klar was für eine mutige und starke Person Imma eigentlich ist. Zwar verspricht das Ende kein typisches Happy End, aber es gibt einem das Gefühl von Hoffnung auf ein besseres Leben.

Trotz Startschwierigkeiten ist „Der Duft nach Erde und Zitronen ein einmaliger gefühlvoller Roman. Der die verschiedenen Facetten des Lebens beleuchtet und zum nachdenken über das eigene Leben anregt. Denn die Autorin schreibt sehr gefühlvoll und eingängig so das man sich der Botschaft des Buches fast nicht entziehen kann.

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