Kurzbeschreibung:

„Ich werde nicht eher aufgeben, bis die letzte Kamalari befreit ist.“

Mit sechs wurde sie als Kamalari in die Sklaverei verkauft. Elf Jahre lang musste sie hart arbeiten, wurde geschlagen, schikaniert und gedemütigt. Aber Urmila Chaudhary gab nicht auf.

Nach ihrer Befreiung machte sie es sich zur Aufgabe, für die Rechte der Sklavenmädchen zu kämpfen, und ist so zur Hoffnungsträgerin der Kamalari geworden. Gemeinsam mit der Journalistin Nathalie Schwaiger hat sie ihre Geschichte aufgeschrieben, um auf das Schicksal der nepalesischen Mädchen aufmerksam zu machen.

Inhalt:

Urmila wird nach den westlichen Kalender 1989 in Manpur im Deukhury-Tal/Dang-Distrik geboren. Sie hat 6 Geschwister und gehört der Volksgruppe der Tharu an und wächst in sehr einfachen Verhältnissen auf. Sie wird von klein auf dazu erzogen mitzuhelfen und die Familie zu unterstützen, daher wird ihr schon sehr früh klar welches Schicksal ihr bevorsteht.

Im Alter von 6 Jahren wird sie an Maghi (Neuhjahrsfest der Tharu, an dem der Kamalari-Handel traditionell stattfindet) für umgerechnet 40 Euro als Kamalari (wörtlich Übersetzt: „hart arbeitende Frau“) verkauft. und folgt damit einer Tradition ihrer Familie, denn auch ihre Schwestern und Mutter mussten als Kamalari arbeiten.

Als „Geschenk“ kommt Urmila nun nach Kathmandu und erlebt dort den starken Kontrast zu ihrer Heimat sie lebt von nun an bei Sita und ihrer Familie wo ich von Jahr zu Jahr immer mehr Aufgaben aufgehalst werden. Sie schuftet von morgen bis abends, putzen, kochen, waschen, einkaufen, die Kinder versorgen und auch wenn Sita sie streng aber gerecht behandelt so wird sie von dem Rest der Familie erniedrigt, gedemütigt und auch geschlagen.

Im Alter von 15 bietet Urmila ihre Maharani Sita (bedeutet eigentlich Frau des Königs) nicht mehr bei ihr arbeiten zu müssen. Auch wenn Sita sie in den letzten Jahren mehr wie ein Familienmitglied behandelt hat so war doch der Rest ihrer Familie nur umso gemeiner zu ihr. Auch wurde ihr nie der Traum in die Schule gehen zu dürfen erfüllt.

Sita bringt sie nun bei ihrer Tante unter, einer Reichen angesehen Politikerin, die Urmila aber so schlecht behandelt das sie von Urmila heimlich nur noch Cruel Ma’am (grausame Dame) genannt wird.
Urmila muss sich nun an noch strengere Regeln halten und ist den Launen ihrer Herrin ausgesetzt. Sie wird regelrecht in dem Haus eingesperrt und hat keine Freiheiten. Sie muss von früh morgen bis spät nachts auf den Beinen sein.

Doch mit 17 beginnt für Urmila endlich ein neues Leben, in Nepal werden die Stimmen immer lauter die das Kamalari-System stoppen wollen und nach 11 langen Jahren kann Urmila endlich wieder nachhause. Sie will nun endlich ihre Träume erfüllen und nicht mehr zurück nach Kathmandu, auch wenn ihr Bruder Amar sie immer wieder versucht zu überreden das sie doch zurück gehen soll, so bleibt Urmila stark und engagiert sie sich nun für die Recht der Kamalari und kann sich endlich ihren Traum erfüllen und zur Schule gehen.

Meine Meinung:

Die Geschichte von Urmila hat mich sehr beeindruckt, besonders da ich zugeben muss das ich vor diesem Buch noch nie etwas über diese Praktik der Sklaverei gehört habe. Es ist traurig zu lesen das von den reichen und angesehen Leuten die Armut der einfachen Bauern so schamlos ausgenutzt wird. Diese jungen Mädchen werden ihrer Kindheit beraubt und hatten bisher keine Chance diesem System zu entkommen. Seit 2005 ist der Kamalari Handel in Nepal offiziell verboten. Trotzdem werden immer noch viel zu viele junge Mädchen heimlich verkauft.

Urmila Chaudhary ist zu der Stimme der Kamalari geworden und setzt sich zusammen mit Hilfsorganisationen für das Recht der jungen Mädchen und Frauen ein. Sie werden aus den Fängen ihrer Besitzer befreit und es wird Ihnen ermöglicht einen Beruf zu erlernen oder endlich die Schule zu besuchen.

Ich fand dieses Buch einfach nur faszinierend und habe mich ehrlich gefreut als ich lesen konnte das Urmila und auch viele andere Mädchen, die in diesem Buch erwähnt werde, nun endlich ihr eigenes Leben haben.

Das Schicksal dieser jungen Frau wurde verständlich und ergreifend beschrieben. Da auch sehr viele Hintergrundinformationen beschrieben wurden, die das Leben in Nepal und die dortige Kultur beschreiben.

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